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Mythen und Wahrheiten zum Thema "Inkontinenz"

Inkontinenz ist leider immer noch ein Thema, das in die Tabuecke geschoben wird. Die Betroffenen sind oft nicht genug informiert und bleiben allein mit ihren unbeantworteten Fragen. So werden auch ungenaue und oft falsche Informationen über die Blasenschwäche verbreitet. Beantworten Sie die nachfolgenden Fragen und überzeugen Sie sich selbst, wie viel Sie über Inkontinenz wissen. Die richtige Antwort erscheint nach dem Mausklick auf die entsprechenden Aussagen.

 

Inkontinenz betrifft nur ältere Menschen

 MYTHOS – Die allgemeine Überzeugung, dass nur Menschen im fortgeschrittenen Alter unter der Blasenschwäche leiden, resultiert wahrscheinlich aus der Tatsache, dass die Beschwerden oft mit der Körperalterung verbunden sind.

In der Tat sind es überwiegend ältere Menschen, die unter Inkontinenz leiden, sie betrifft jedoch auch jüngere Personen.

Blasenschwäche begleitet viele Krankheiten, die unabhängig vom Alter und Geschlecht auftreten können. Selbst eine einfache Erkältung kann Inkontinenz verursachen. Somit ist die Überzeugung, dass nur ältere Menschen Probleme mit dem Urinhalten haben nur ein Klischee.

Inkontinenz ist eine Krankheit

WAHRHEIT / MYTHOS – Oft wird Blasenschwäche wie eine Krankheit betrachtet. Vielmehr ist es jedoch nur eine Begleiterscheinung bei anderen Erkrankungen. Oftmals ist sie ein Krankheitssymptom, das nach der entsprechenden Behandlung verschwindet. Probleme mit dem Urinhalten können auch das Ergebnis einer temporären Veränderung des Körpers sein, z.B. bei Schwangerschaft oder Erkältung.

Immer noch spricht man von Inkontinenz als von einer eigenständigen Erkrankung, die man behandeln muss. Deswegen sind Betroffene oft überrascht, dass die Therapie nicht ausschließlich die Behandlung der Blasenschwäche an sich, sondern auch die Suche nach deren Ursachen umschließt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat neulich die Inkontinenz als Gesellschaftskrankheit anerkannt, also als eine chronische Erkrankung, die in der Gesellschaft weit verbreitet ist und den Alltag der Betroffenen deutlich erschwert.

Sehen Sie auch: Risikofaktoren für Inkontinenz.

 

Frauen leiden häufiger unter Inkontinenz als Männer

  WAHRHEIT – Die Statistiken belegen, dass Frauen tatsächlich häufiger unter Blasenschwäche leiden. Hiermit wird leichte bis mittlere Inkontinenz gemeint. Das erfolgt aus der unterschiedlichen Anatomie der beiden Geschlechter.

Statistisch gesehen leidet jede vierte Frau und jeder achte Mann, in verschiedenen Lebensphasen, unter Harninkontinenz.

Mehr über Inkontinenz bei Frauen erfahren Sie hier, Mehr zum Thema Inkontinenz bei Männern finden Sie hier.

 

Das Anlegen von Inkontinenzprodukten ist nicht schwer

 WAHRHEIT / MYTHOS – Es lässt sich darüber diskutieren, ob das Anlegen von saugenden Produkten schwer oder einfach ist. Sicherlich hängt Vieles von der Produktart und den Fähigkeiten bzw. Erfahrungen der anlegenden Person ab.

Bei urologischen Einlagen oder elastischen Inkontinenzslips bereitet das Anlegen keine größeren Schwierigkeiten. Sonstige Produkte, wie z.B. Inkontinenzslips – geschlossenes System bedürfen beim Anlegen größerer Aufmerksamkeit.

Es gibt einige Grundsätze, die Sie befolgen sollen, um das Auslaufen der Flüssigkeit zu verhindern und dem Tragenden den maximalen Tragekomfort zu bieten.

Mir etwas Übung wird das Anlegen des entsprechenden Produkts zur Routine.

Mehr über die Anlegetechniken der Seni-Produkte finden Sie hier

 

Das Volumen der Harnblase beträgt 3 Liter

MYTHOS – Viele Menschen sind sich dessen nicht bewusst, wie ihre Innenorgane funktionieren. Auf die Frage nach dem Volumen der Blase, werden oft übertriebene Antworten gegeben.

Deswegen kommt es vor, dass leicht inkontinente Personen stark aufsaugende Windelhosen wählen, weil sie überzeugt sind, dass das Volumen der Harnblase mehrere Liter beträgt.

 Es reicht jedoch aus, ein einfaches Experiment durchzuführen, um nachzuweisen, dass dies praktisch unmöglich ist. Versuchen Sie einen Folienbeutel mit 3 Litern Wasser zu füllen – wie groß wird der gefüllte Beutel? Es ist unmöglich, dass die Harnblase eines Menschen so groß ist.

Das Volumen der Harnblase beträgt durchschnittlich zwischen 400 – 700 ml. In Ausnahmefällen, bei der größten Ausdehnung, speichert sie 1,5 – 2 Liter Urin.

 

 

 

Inkontinente sollen nicht reisen

 MYTHOS – Personen mit Blasenschwäche verzichten oft auf ihr gesellschaftliches Leben, Hobbys oder Reisen und leben isoliert, weil sie ihre Beschwerden als beschämend empfinden. Sie fürchten auch, dass sie im Notfall keine Toilette rechtzeitig auffinden. Inkontinenz bedeutet jedoch auf keinen Fall, dass man nicht normal weiter leben kann!

Wir ermutigen Personen mit Inkontinenz zum aktiven Leben – verbringen Sie ihre Freizeit auf angenehme Art und Weise, auch auf Reisen!

Die Vielfalt der verfügbaren saugenden Inkontinenzprodukte ermöglicht es den perfekten Schutz auszuwählen, so dass man ohne Sorgen ein aktives Leben führen kann. Viele urologische Einlagen werden sogar einzeln verpackt, so dass Sie sie einfach in der Handtasche oder im Handgepäck diskret zur Hand haben.

Unter Produktübersicht finden Sie das richtige Produkt für sich.

 

Übungen können die Blasenkontrolle verbessern

 WAHRHEIT – regelmäßigers Beckenbodentraining (die sog. Kegelübungen) hilft die Kontrolle über die Blase zu verbessern. Durch die Kegelübungen werden die Muskeln, die die Harnröhre umschließen bewusster benutzt, was besonders in „Notfällen” wie Husten, Lachen oder Niesen hilfreich ist.

Eine weitere Auswirkung des Trainings ist die Festigung der Muskeln und die Stützung des Beckenbodens, wodurch das Schließsystem der Harnröhre gestärkt wird. Dies ist von grundsätzlicher Bedeutung bei Personen mit Belastungsinkontinenz.

Mit den Übungen kann man in jedem Alter anfangen. Sie können auch von Personen mit begrenzter Mobilität ausgeführt werden. Erste Ergebnisse sind schon nach einigen Wochen spürbar.

 Ihr persönliches Beckenbodentraining finden Sie hier .Möchten Sie auch andere einfache Übungen für jeden Tag ausprobieren? Lernen Sie unser Trainingsprogramm kennen.


Inkontinenz macht die Hygieneeinhaltung unmöglich

 MYTHOS – Tägliche Körperpflege ist eine Selbstverständlichkeit. Im Fachhandel finden Sie eine ganze Reihe von professionellen Pflegeprodukten, die speziell für die tägliche Pflege beanspruchter Haut entwickelt wurden. Mit diesen Produkten ist die tägliche Hygiene nicht nur einfach, sondern vor allem effektiv.

Bei Inkontinenz ist es besonders wichtig, die Haut im Intimbereich möglich trocken zu halten und Hautirritationen zu vermeiden.

Zusätzlich soll der unangenehme Geruch reduziert und das Frischegefühl gewährleistet werden. Dank unseren modernen Körperpflegeprodukten Seni Care ist die tägliche Hygiene, selbst bei Blasenschwäche ganz einfach.

 

Auch Kinder können inkontinent sein

 WAHRHEIT – Das Nässen bei Kindern ist ein Teil des natürlichen Entwicklungsprozess und soll mit dem Alter nachlassen. Bei Kindern bis zum 5. Lebensjahr ist das Nässen (besonders nachts) kein Grund zur Sorge. Man soll es jedoch nicht unterschätzen und das Kind beobachten. Die Ursache dafür ist in überwiegenden Fällen die Unterentwicklung des Nervensystems oder schwache Muskeln.

Sollte bei Ihrem Kind das Nässen nicht aufhören, bieten Sie ihm einen entsprechenden Schutz in Form von Windeln bzw. Slips. Es ist sehr wichtig, dass man für das psychische Wohlbefinden des Kindes sorgt. Kinder, die sich nässen, schämen sich oft, fühlen sich ausgegrenzt und fürchten die Reaktion ihres Umfeldes. Man muss vor allem beachten, dass das Kind keinen Einfluss auf das Nässen hat. Man sollte deswegen bei solchen Kindern keine Schuldgefühle wecken. Erklären Sie ihrem Kind das Problem und stehen Sie ihm zur Seite.

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

Blasenschwäche in der Endphase der Schwangerschaft oder nach der
Endbindung bleibt für immer

 MYTHOS – Eine Schwangerschaft ist für den weiblichen Körper eine sehr große Belastung. Hormonelle Änderungen sowie die sich vergrößernde Plazenta beeinflussen die Funktionen des Harnsystems. So kann während der Schwangerschaft, neben anderen Beschwerden, auch die Blasenschwäche auftreten.

Nach der Geburt sind die Beckenmuskeln gelockert und funktionieren somit nicht richtig, deshalb können Frauen auch nach der Entbindung Probleme mit dem Harnlassen haben. Es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass es nach der Geburt 6–8 Wochen dauert bis der Körper wieder normal funktioniert.

Mit der wiederkehrenden Körperform, verschwinden auch die die Schwangerschaft begleitenden Beschwerden, darunter auch die Inkontinenz. Um den Prozess der Regenerierung zu beschleunigen, können die sog. Kegelübungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur ausgeführt werden.

Mehr über die Kegelübungen finden Sie hier.

 

Eine bettlägerige Person muss zwangsläufig unter Dekubitus leiden

MYTHOS – Es ist wahr, dass bettlägerige Inkontinente besonders von Hautreizungen und Dekubitus gefährdet sind. Der dauerhafte Kontakt der Haut mit erhöhten Temperaturen und Feuchtigkeit sowie der Dauerdruck begünstigen die Entstehung von unerwünschten Hautveränderungen.

Entsprechende Pflege, regelmäßiges Wechseln der Position sowie die Verwendung von atmungsaktiven Inkontinenzprodukten helfen jedoch die unangenehmen Beschwerden zu vermeiden.

Die tägliche Hautpflege erfordert bei bettlägerigen Personen besonderer Aufmerksamkeit und Systematik. Dank den modernen Körperpflegeprodukten Seni Care ist die Hygiene und Dekubitusprophylaxe viel einfacher.

Mehr über Dekubitusprophylaxe finden Sie hier.

 

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