Probleme mit der Prostata
Eine der häufigsten Ursachen für Harninkontinenz bei Männern ist Prostatahypertrophie, anders gesagt – eine vergrößerte Prostata. Die Vergrößerung der Prostata ist die natürliche Folge des Alterns und die Ursache für Beschwerden im Bereich der Harnwege. Wenn Sie ein Mann im Alter von 45 + sind und an Blasenschwäche leiden, kann die vergrößerte Prostata die Ursache sein.
Noch vor nicht allzu langer Zeit waren Prostata-Probleme selten. Man hat darüber nicht gesprochen, es wurde auch darüber nicht geschrieben. Viele wussten nichts davon. Als die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer nicht mehr als 50 Jahren betrug, schien das Problem nicht wirklich zu existieren. Seitdem die Medizin auf einem hohen Niveau und das Durchschnittsalter gestiegen ist, wurde das Problem der vergrößerten Prostata zu einem wichtigen Thema für Männer.
Wer ist betroffen?
Prostatahypertrophie betrifft fast die gesamte männliche Bevölkerung, aber nur bei einigen Männern sind die Krankheitssymptome erkennbar. Deswegen sollte jeder Mann über 45 mindestens einmal im Jahr sein Gesundheitszustand überprüfen.
Wenn Sie Probleme mit dem Urogenitalsystem haben, ist es notwendig, einen Urologen zu besuchen. Denken Sie daran, dass die Früherkennung von Prostatakrebs Ihr Leben retten kann!
Was genau ist das Problem?
Prostata hat ungefähr die Größe einer Kastanie, tut unter Druck nicht weh, ist elastisch und ihre Oberfläche ist glatt. Unter dem Einfluss der Drüsenzellen nimmt Prostata an Volumen zu und beginnt die Harnröhre einzuengen. Als Ergebnis haben Betroffene Probleme beim Harnlassen (schwacher Urinstrahl).
Die sog. Obstruktion verhindert, dass die Blase vollständig entleert wird. Zusätzlich beginnt sich die Struktur der Blasenwand zu verändern. Das verbleibende Urin begünstigt Harnwegsinfektionen und die Bildung von Blasensteinen. Sie kann auch die Schwächung der Blasenmuskulatur verursachen, so dass das Urin aus der Blase ständig ausläuft.
| Die häufigsten Symptome der Prostatavergrößerung * |
* HINWEIS – Diese Symptome können auch andere Krankheiten signalisieren – Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Symptome beobachten. |
Die Diagnose
Die Untersuchung und Diagnose der Prostatahypertrophie werden nach speziellen Normen durchgeführt, die von einem internationalen Komitee unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt wurden.
Die Untersuchung sollte beinhalten:
- Krankengeschichte – Auswertung von Störungen und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität,
- eine rektale Untersuchung – Beurteilung der Größe, Form, Textur und Geschmeidigkeit der Prostata durch die rektale Untersuchung,
- Laboruntersuchungen – Urinanalyse, Biochemie, die Konzentration des Prostata-spezifischen Antigens im Serum usw.,
- Weitere Untersuchungen, einschließlich des Ultraschalls und Uroflowmetrie.
Die Behandlung
Prostatabehandlung hängt von dem Grad der Veränderungen ab:
- Bei Männern mit leicht vergrößerter Prostata, die keine anderen Krankheitssymptome aufweisen, empfiehlt es sich erstmal abzuwarten und den Gesundheitszustand gleichzeitg zu beobachten. Die Behandlung umfasst also eine breit gefasste Prophylaxe, die häufig mit der Beobachtung des Drüsenverhaltens verbunden ist. Einmal im Jahr muss eine spezielle Untersuchung durchgeführt werden. Zusätzlich soll der Patient die Hinweise des Arztes befolgen und eigene Diät modifizieren.
- Wenn eine leichte Vergrößerung der Prostata Beschwerden im Bereich der ableitenden Harnwege verursacht, sollte eine pharmakologische Therapie in Erwägung gezogen werden. Diese Therapie ist vor allem im frühen Stadium der Erkrankung wirksam -wenn die Störungen relativ gering sind. Informieren Sie sich über diese Behandlungsart beim Ihren Arzt.
- In ca. 10% der Fälle von Prostatahypertrophie, wird ein chirurgischer Eingriff empfohlen. Während einer OP wird die Barriere, die durch die vergrößerte Drüse entstanden ist, einfach entfernt.
Gut zu wissen – Eine leichte Prostatahyperplasie ist noch kein Krebs! Sie sollen die Symptome jedoch nicht bagatelisieren – eine vernachlässigte Behandlung kann zu Prostatkrebs führen.
Wie können Sie sich selbst helfen?
- Wenn Sie den 45 Lebensjahr überschritten haben, sollten Sie prophylaktisch eine Untersuchung durchführen lassen. Sollte eine Behandlung nötig sein, ist sie höchstwahrscheinlich einfach und kurz.
- Sollten Sie bei Ihnen bereits einige Symptome der Prostatahyperplasie beobachtet haben, zögern Sie nicht und besuchen Sie einen Arzt. Beachten Sie, dass je früher die Veränderungen erkannt werden, desto einfacher ist es diese zu heilen.
- Blasenschwäche ist eine lästige und unangenehme Beschwerde. Wenn Sie davon betroffen sind, sichern Sie sich den täglichen Komfort sowie Diskretion und schützen Sie Ihre Unterwäsche mit speziellen Einlagen für Männer Seni Man.




