Tipps für die Eltern

Was tun? – Ratgeber für Eltern und Betreuer

Je älter das betroffene Kind ist, desto peinlicher sind die physiologischen Probleme. Unabhängig davon, ob ein Kind nur nachts einnässt, oder auch tagsüber die Blase nicht kontrollieren kann, spielen die Eltern eine sehr wichtige Rolle. Sie sollten sicherstellen, dass Ihr Kind wegen seiner Beschwerden keine Schuldgefühle hat oder sich isoliert fühlt.

Die Art und Weise, wie mit dem Thema im Umfeld des Kindes umgegangen wird, kann seine Zukunft stark beeinflussen.

Bei Kindern, die unter Bettnässen leiden, kann man häufig folgende Symptome beobachten:

  • Niedrige Selbsteinschätzung
  • Gefühl der Verachtung für den eigenen Körper
  • Angst vor der Offenlegung
  • Angst vor Spott und Ablehnung
  • Fehlende Selbstakzeptanz
  • Schwierigkeiten beim Lernen
  • Ängste, Neurosen
  • Rückzug aus der Gesellschaft oder aggressives Verhalten
  • Vermeiden des Kontaktes mit Gleichaltrigen
  • Unlust das Haus zu verlassen

In erster Linie sollte das Kind Unterstützung und ein Gefühl der Akzeptanz erhalten. Später muss die Umgebung versuchen, die Situation in der sich das Kind befindet, zu verstehen.

Was können Sie tun um dem Kind zu helfen?
Zu Hause:
  • Bewahren Sie Ruhe und unterstützen Sie Ihr Kind. Kinder können Ihre Stimmungen und Emotionen sowohl die negativen als auch die positiven, sehr gut erkennen.
  • Geben Sie Ihrem Kind keinen Anlass sich schuldig zu fühlen. Es nässt das Bett nicht mit Absicht oder aus Trotz ein.
  • Lachen Sie Ihr Kind niemals aus – auf diese Weise demütigen Sie das Kind und zeigen Ihre eigene Schwäche.
  • Seien Sie ehrlich mit Ihrem Kind – erklären Sie ihm, dass Sie seine Gefühle verstehen und dass diese Situation auch für Sie schwierig ist. Machen Sie aber deutlich, dass Ihr gemeinsam in der Lage seid, die Situation zu meistern.
  • Seien Sie positiv und stimmen Sie Ihr Kind positiv ein – dies ist ein wichtiger Bestandteil der Motivationstherapie.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind genug trinkt. Eine Reduktion der Trinkmenge kann der Gesundheit schaden.
  • Erinnern Sie Ihr Kind daran, seine Blase zu entleeren und stellen Sie sicher, dass es vor dem Schlafengehen noch mal auf die Toilette geht.
  • Loben Sie Ihr Kind für jeden trockenen Tag und jede trockene Nacht. Verwenden Sie keine Strafen.
  • Stellen Sie frische Bettwäsche und ein frisches Pyjama bereit – für den Fall des Bettnässens.
  • Schützen Sie das Bett vor dem Einnässen – kaufen Sie eine spezielle Bettschutzunterlage.
  • Ziehen Sie Ihrem Kind entsprechende Inkontinenzprodukte für Kinder an. So geben Sie Ihrem Kind einen optimalen Schutz und den psychischen Komfort, den es braucht.
Unterwegs:
  • Erklären Sie Ihrem Kind den Grund, weshalb Sie mit ihm zum Arzt gehen und schildern Sie ihm den Verlauf des Besuches. Erklären Sie Ihm, dass es sich vor dem Arzt nicht zu schämen braucht, und dass der Arzt dafür da ist, ihm zu helfen.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind mit Gleichaltrigen Kontakt aufzunehmen. Bieten Sie dem Kind mit Inkontinenzslips, wie SENI Active, einen optimalen Schutz.
  • Es ist ratsam älteren Kindern den Aufbau und die Funktion der Harnwege zu erklären. Bitten Sie Ihren Arzt oder das Pflegepersonal bei den Erklärungen um Hilfe – Ihr Kind wird die Bereitschaft der anderen sehr schätzen und die Schilderung des Problemes immer besser verstehen.
  • Wenn Ihr Kind zur Schule geht, informieren Sie seinen Lehrer, damit das Kind zu jeder Zeit die Unterstützung eines Erwachsenen erhält.
  • Packen Sie Ihrem Kind eine zusätzliche, absorbierende Unterhose ein. Vorzugsweise in einer Verpackung, die bei den Gleichaltrigen keinen Verdacht weckt.
  • Lassen Sie Ihr Kind ins Ferienlager fahren oder an Klassenausflügen teilnehmen. Geben Sie Ihrem Kind einen Vorrat an saugfähigen Slips mit und informieren Sie die Lehrer über das bestehende Problem. Stellen Sie sicher, dass das Kind immer die Unterstützung eines Erwachsenen hat.